Wall Street Close - Mi, 16.9.26

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Wall Street Close - Mi, 16.9.26
(Quelle: Wall Street mit George Washington, Blick von der NY Fed, eigenes Foto)

Die Fed meint es ernst - 12:0, ein einstimmiges Votum für eine Zinserhöhung. Die erwartete Zinserhöhung um 0.25% auf 3.75%-4.0% bewegte die Märkte zunächst kaum. Erst die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh sorgte für Abgabedruck.

Einige Aussagen von Kevin Warsh: «Inflation is too high and has been for too long / For over five years, the inflation is above target / The economy is strengthening / Job market is in good shape / Inflation risks are to the upside / Summer readings of inflation show no signs of improvement / I don’t think we have to harm labor market to achieve our inflation goal» (Quelle: Kevin Warsh live presser, 16.9.26). Die PCE-Inflation liegt bei 3.7% und damit deutlich über dem 2%-Ziel. Gemäss der neuen Fed-Projektion wird dieses Ziel erst 2029 wieder erreicht (Quelle: Financial Times, 16.9.26).

Kevin Warsh liess erkennen, dass weitere Zinsschritte folgen könnten. Die drei grossen US-Indizes schlossen zum siebten Mal innerhalb von acht Handelstagen tiefer. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe beendete den Handel erstmals seit Juli 2007 wieder über 5% (Quelle: Wall Street Journal, 16.9.26).

Heute Morgen: Nikkei +0.0%, KOSPI +0.1% (05.35h)

 

  • Die Indizes: Dow -1.2%, S&P500 -0.5%, Nasdaq -0.0%
  • Sektoren - best/worst: IT +0.1%, Energie -3.0%
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 5.01%, +0.01%
  • VIX-Volatilität 17.7
  • Advance-/Decline-Line (NYSE): 1’094 steigende vs. 1’645 fallende Kurse 
  • DXY 100.35 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99.1, USDCHF 0.8255
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): -0.8%

Interessant war auch das anschliessende CNBC-Interview mit Jeff Gundlach, DoubleLine und Bond-Guru. Gundlach machte deutlich, dass die Fed die Zinsen um 0.5 Prozentpunkte hätte erhöhen sollen und sah sich durch Warshs Aussagen zur weiterhin hohen Inflation betätigt. Weitere Zinserhöhungen werden folgen, so Gundlach.

‼️ Zur Historie:

Chris Senyek von Wolfe Research weist darauf hin, dass Aktien rund um den Beginn von Zinserhöhungszyklen kurzfristig häufig unter Druck geraten. Sechs bis zwölf Monate nach der ersten Zinserhöhung hätten sie sich jedoch erholt und wieder positives Terrain erreicht. Entscheidend seien aber Wirtschaftswachstum und Inflation (Quelle: Barron’s, 16.9.26).

Die US-Wirtschaft bleibt robust. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 1.2% gegenüber erwarteten +0.8% (Quelle: Bahnsen Group, 16.9.26).

Mit den besten Grüssen und einen guten Donnerstag wünscht,

Patrick Loser


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