Wall Street Close - Mo, 14.9.26

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Wall Street Close - Mo, 14.9.26
(Quelle: Wall Street, eigenes Foto)

KI trifft auf Zinsen - zwei der wichtigsten Treiber der vergangenen Wochen sorgten gestern gleichzeitig für Gegenwind. Forderungen führender KI-Unternehmen nach einer Verlangsamung der KI-Entwicklung und stärkeren Sicherheitsvorkehrungen lösten Verkäufe bei Technologieaktien aus. Präsident Trump lehnte zusätzliche Leitplanken allerdings ab. Besonders deutlich zeigte sich die Neubewertung bei Halbleitern, die gemäss Bahnsen Group 5.6% einbüssten. Nvidia korrigierte um 3%, während Corning 14% nachgab. Auf der anderen Seite profitierten Cybersecurity-Aktien. Crowdstrike und Palo Alto legten je 14% zu, Fortinet 9% (Quelle: Wall Street Journal, Bahnsen Group, 14.9.26). Ulrike Hoffmann-Burchardi, CIO Americas von UBS CIO, sieht durch eine mögliche Verlangsamung der KI-Entwicklung die Nachhaltigkeit der enormen KI-Investitionen zunehmend infrage gestellt. Brent Schutte, CIO bei Northwestern Mutual WM, weist zusätzlich auf die zunehmende Zinssensitivität der KI-Investitionen hin (Quelle: Barron’s, 14.9.26).  

Heute Morgen: Nikkei +0.9%, KOSPI +0.1% (05.15h)

 

  • Die Indizes: Dow -0.3%, S&P500 -0.5%, Nasdaq -0.6%
  • Sektoren: Communication Services +2.8%, IT -1.7% 
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.96%, -0.02%
  • VIX-Volatilität 17.1
  • Advance-/Decline-Line (NYSE): 1’112 steigende vs. 1'650 fallende Kurse 
  • DXY 99.62 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99.1, USDCHF 0.8180
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): +0.1%

 

Bemerkenswert war der Anleihenmarkt. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe überschritt erstmals seit 2023 wieder 5% und erreichte intraday den höchsten Stand seit 2007. Anders als 2023 könnte die 5%-Marke diesmal weniger Widerstand leisten. Greg Peters, Co-CIO von PGIM Credit, sieht ausser einer klassischen Rezession kaum einen Katalysator für deutlich tiefere Renditen. Höhere Ölpreise und Inflationsrisiken sprechen für ein länger anhaltendes Hochzinsumfeld (Quelle: Wall Street Journal, 14.9.26). Die Zinsmärkte preisen gemäss Bahnsen Group mit 88% Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung der Fed morgen Mittwoch ein (Quelle: Bahnsen Group, Wall Street Journal, 14.9.26). 

Mit den besten Grüssen und einen guten Dienstag wünscht, 

Patrick Loser 

P.S. Mails „Wall Street Close“ und „From the Desk of“ sende ich auch über meine Homepage. Feedback jederzeit willkommen. 


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