Wall Street Close - Di, 15.9.26

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Wall Street Close - Di, 15.9.26
(Quelle: SoHo, lower Manhattan, eigenes Foto)

Die 5%-Marke fällt - steigende Zinsen und höhere Ölpreise belasteten gestern die US-Aktienmärkte. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen erreichte zwischenzeitlich 5.041% und damit den höchsten Stand seit 19 Jahren. Vor dieser Woche hatte die Rendite seit der Finanzkrise von 2008 nur während einer einzigen Handelssitzung im Oktober 2023 die Marke von 5% erreicht. «Higher yields are definitely weighing on stock sentiment», meint Michael Antonelli, Managing Director bei Baird (Quelle: Wall Street Journal, 15.9.26). 

Brent-Öl stieg gestern um 2.9% auf USD 108.75 (aktuell USD 107.89, Quelle: CNBC). Die Schliessung einer wichtigen saudischen Pipeline verschärfte den Preisdruck. Kish Pathak, Zinsstratege bei MFS Investment Mgmt, sieht vor allem die Dauer der hohen Energiepreise als entscheidend. Je länger die Energiepreise auf hohem Niveau verharren, desto grösser ist das Risiko, dass sie breiter auf die Konsumentenpreise durchschlagen (Quelle: Wall Street Journal, 15.9.26). 

Ein Vergleich mit Oktober 2023, als die 10-jährige Rendite letztmals 5% erreichte. Damals korrigierten die Aktienmärkte über mehrere Monate um rund 10%, während sich die High Yield-Spreads um etwa 80 Basispunkte ausweiteten. Diesmal reagieren sowohl Aktien als auch Spreads bis anhin ausgesprochen geordnet (Bahnsen Group, 15.9.26). 

 

Heute Morgen: Nikkei -0.1%, KOSPI +0.8% (05.30h)

 

  • Die Indizes: Dow -0.6%, S&P500 -0.5%, Nasdaq -0.8%
  • Sektoren: Energie +2.3%, Konsum zyklisch -1.8% 
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 5.00%, +0.04%
  • VIX-Volatilität 17.2
  • Advance-/Decline-Line (NYSE): 914 steigende vs. 1’846 fallende Kurse 
  • DXY 99.66 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99.1, USDCHF 0.8190
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): -0.5%

 

Heute richten sich ALLE Blicke auf die US-Notenbank. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung liegt bei rund 90% (Quelle: Barron’s, 15.9.26). 

‼️ Ein Blick in die Vergangenheit:

Seit Mitte der 1990er-Jahre blieb es nur einmal, 1997, bei einer einzigen Zinserhöhung (one and done). In den fünf anderen Zinserhöhungszyklen (1994-95, 1999-00, 04-06, 15-18, 22-23) folgten zwischen 6 und 17 Zinsschritte nach der ersten Zinserhöhung. David Rosenberg, Chefökonom und Gründer von Rosenberg Research, erinnert daran, dass der Leitzins in diesen Zyklen vom jeweiligen Tiefpunkt bis zum Hoch im Durchschnitt um 3.35 Prozentpunkte stieg. Die entscheidende Frage für Anleger ist deshalb weniger, ob die Fed heute den Leitzins um 0.25 Prozentpunkte erhöht, sondern ob damit ein neuer Zinserhöhungszyklus beginnt (Quelle: Rosenberg Research, Federal Reserve, 15.9.26).

📅 Heute:

Fed-Zinsentscheid 20.00h SG Zeit, Presser mit Kevin Warsh ab 20.30h (z.B. auf CNBC). 

Mit den besten Grüssen und einen guten Mittwoch wünscht, 

Patrick Loser 


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