Wall Street Close - Mo, 13.7.26
Ölpreisschock belastet Technologieaktien - die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran sowie die angekündigte Wiedereinführung der US-Blockade in der Strasse von Hormus sorgten für einen schwachen Wochenauftakt. Brent-Öl verteuerte sich um 9.6% auf USD 83.30 je Fass. Das war der stärkste prozentuale Tagesanstieg seit Mai 2020. Rachel Ziemba, Adjunct Senior Fellow beim Center for New American Security, hält eine Rückkehr zur früheren Normalität in der Region für praktisch ausgeschlossen. Saudi-Arabien, Irak und die VAE planen deshalb zusätzliche Pipelines und alternative Exportwege. Gemäss Goldman Sachs könnten bis Ende 2027 mehr als 45% der früheren Exporte der Golfregion die Meerenge umgehen (Quelle: Wall Street Journal, 13.7.26).
Zusätzlich belastete die Schwäche der bisherigen KI- und Tech-Favoriten den Markt. Der Markt ist aktuell im Spannungsfeld zwischen robusten Unternehmensgewinnen und steigenden geopolitischen Risiken. Einmal mehr verloren gestern Aktien, Anleihen und Gold gleichzeitig.
S&P500 Sektoren: Energie +3.0%, IT -2.4% (Quelle: Yahoo Finance, 13.7.26).
Heute Morgen: Nikkei -0.8%, KOSPI -5.2% (Quelle: Yahoo Finance, 14.7.26, 05.35h)
- Die Indizes: Dow -0.3%, S&P500 -0.8%, Nasdaq -1.6%
- Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.61%, +0.05%
- VIX-Volatilität 17.2
- Advance-/Decline-Line NYSE: 1'222 steigende vs. 1’528 fallende Kurse
- DXY 101.2 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99, USDCHF 0.8135
- Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): -0.0%
Die Erwartungen an die Berichtsaison sind ausserordentlich hoch. Joe Mazzola, Head Trading Strategist bei Charles Schwab, verweist auf ein erwartetes Gewinnwachstum des S&P500 von knapp 24% im 2. Quartal im Jahresvergleich. Für den Tech-Sektor wird sogar ein Plus von 60% prognostiziert. Und die Praxis hat gezeigt, dass der Markt gerne ein Übertreffen der Erwartungen sieht. Die starke Konzentration des Gewinnwachstums auf wenige grosse Unternehmen bleibt damit ein Risiko (Quelle: Barron’s, 13.7.26).
Die Rendite für 10-j. US-Staatsanleihen stieg gestern auf 4.61% und Fed-Fund-Futures preisen derzeit mit rund 90% Wahrscheinlichkeit mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026 ein (Quelle: Bahnsen Group, 13.7.26). Christopher Waller, Fed-Gouverneur, warnte gestern vor einer baldigen Zinserhöhung bei einer erneut hohen Kerninflation (Quelle: Financial Times, 13.7.26). Heute und morgen spricht Kevin Warsh vor dem US-Kongress.
Heute: 📅
US-Inflation CPI für Juni, erw. +3.8% yoy, core +2.8%, NFIB Small Business.
Unternehmen: BoA, Citi, Goldman Sachs, JPMorgan, Wells Fargo
Beste Grüsse und einen guten Tag wünscht,
Patrick Loser
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