US-Arbeitsmarktbericht überrascht positiv
... und damit rückt eine Zinserhöhung näher.
Im August wurden 162’000 neue Stellen geschaffen, erwartet waren lediglich rund 65’000. Zusätzlich wurden die Zahlen der beiden Vormonate zusammen um 55’000 Stellen nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote blieb mit 4.1% tief, die Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich um 3.1%.
Damit rückt für die Fed die Inflation wieder klar in den Vordergrund. Jason Granet, Anlagechef bei BNY, sieht die Waage weiter in Richtung Zinserhöhung kippen. Am Markt stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September von rund 50% auf 60%. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg um 4 Basispunkte auf 4.38%, der USD legte rund 0.2% zu. Acht von elf Sektoren im S&P500 notieren im Moment im Minus (SG-Zeit: 16.35h).
David Rosenberg, Chefökonom bei Rosenberg Research, hält den starken Arbeitsmarktbericht allerdings für einen möglichen Ausreisser. Andere Arbeitsmarktindikatoren zeichneten zuletzt ein schwächeres Bild. Entscheidend für die Fed werden nun die Inflationszahlen vom kommenden Freitag sein (Quellen: Financial Times, Wall Street Journal, Rosenberg Research, 4.9.26).
Wir werden sehen, wie die Wall Street heute Abend schliesst und welche Schlüsse die Finanzpresse am Wochenende zieht.
Ein schönes Wochenende wünscht,
Patrick Loser
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