Wall Street Close - Mi, 8.7.26
Here we go again - die Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und dem Iran beendete die Friedenerleichterungs-Rally, schreibt Société Générale in einem Researchbericht. Auch während der letzten Nacht haben Anschläge stattgefunden. Der Markt hatte in den vergangenen zwei Wochen bereits eine vollständige Normalisierung am Ölmarkt eingepreist. Amrita Sen, Director of Market Intelligence und Mitgründerin von Energy Aspects, sagte, die Marktteilnehmer müssten diese Annahme nun wieder überdenken (Quelle: Financial Times, 8.7.26). Der Tankerverkehr durch die Strasse von Hormus ist praktisch zum Stillstand gekommen. Tyler Rosenlicht, Leiter Rohstoffe bei Cohen & Steers, sagte, man habe zwar immer mit einem holprigen Weg zu einer Lösung gerechnet, aber die kürzlichen Handlungen übersteigen die schlimmsten Szenarien (Quelle: Wall Street Journal, 8.7.26). Die höheren Energiepreise belasten den Inflationsausblick. Laut dem gestern veröffentlichten Fed-Protokoll zur Juni-Sitzung beurteilten die Notenbanker die Inflationsrisiken weiterhin als nach oben gerichtet.
Heute Morgen: Nikkei +2.0%, KOSPI -2.0% (Quelle: Yahoo Finance, 9.7.26, 05.35h)
- Die Indizes: Dow -1.1%, S&P500 -0.3%, Nasdaq +0.2%
- Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.57%, +0.04%
- VIX-Volatilität 16.9
- Advance-/Decline-Line NYSE: 818 steigende vs. 1’962 fallende Kurse
- DXY 101.0 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99, USDCHF 0.8075
- Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): -1.2%
Die Marktreaktion fiel gemessen an den geopolitischen Schlagzeilen am Schluss des Tages überraschend kontrolliert aus. Der S&P500 verlor lediglich 0.3% und der Nasdaq schloss sogar leicht im Plus. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4.57% und erreichte den höchsten Stand seit Ende Mai. Der gleichzeitige Rückgang von Aktien und Anleihen zeigt, dass Anleger wieder höhere Inflationsrisiken einpreisen. Terminmärkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von über 80% ein, dass die Fed bis Jahresende mindestens einmal die Zinsen erhöht (Quelle: Barron’s, 8.7.26).
Ed Yardeni, Yardeni Research, empfiehlt, den Energiesektor weiterhin überzugewichten, um Portfolios gegen weitere geopolitische Eskalationen im Nahen Osten abzusichern (Quelle: Barron’s, 8.7.26).
Heute: 📅
Hausverkäufe, Zahlen von PepsiCo, WD-40
Mit den besten Grüssen und einen guten Tag wünscht,
Patrick Loser
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