Wall Street Close - Fr, 26.6.26

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Wall Street Close - Fr, 26.6.26

Tech-Korrektur belastet den Gesamtmarkt - die Rekordrally an der Wall Street geriet in dieser Woche deutlich ins Stocken. Der S&P500 und der Nasdaq verloren an sämtlichen fünf Handelstagen und gaben 1.9% bzw. 4.6% nach. Auslöser waren wachsende Zweifel, ob die milliardenschweren Investitionen in KI die hohen Gewinnerwartungen rechtfertigen können. Diese Unsicherheit ist allerdings nicht neu. Gleichzeitig sorgen steigende Finanzierungskosten infolge höherer kurzfristiger Zinsen, anhaltende Lieferkettenprobleme sowie eine restriktivere Haltung der US-Notenbank für Gegenwind (LOP: don’t fight the Fed). Der Markt fällt aber nicht auf breiter Front, wie das Verhältnis steigender zu fallenden Aktien zeigt (s. Tabelle). Defensive Sektoren wie Gesundheit, Basiskonsum und Versorger legten gestern zu. Der gleichgewichtete S&P500 entwickelte sich gegenüber dem klassischen, marktgewichteten S&P500-Index so gut wie sei 2020 nicht mehr (Quelle: Wall Street Journal, 26.6.26). 

  • Die Indizes: Dow -0.1%, S&P500 -0.1%, Nasdaq -0.2%
  • Im Wochenvergleich: Dow +0.6%, S&P500 -1.9%, Nasdaq -4.6%, SOXX -7.9%
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.37%, -0.03%
  • VIX-Volatilität 18.4
  • Advance-/Decline-Line NYSE: 1'799 vs. 989 fallende Kurse 
  • DXY 101.37 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99, USDCHF 0.8095
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): -0.7%

Nachdem Fed-Präsident Warsh an seiner ersten Sitzung vom 17. Juni überraschend deutlich die Inflationsbekämpfung in den Vordergrund gestellt hatte, richten die Märkte ihren Blick nun verstärkt auf die Auswirkungen höherer Zinsen. Die Inflationskennzahl (PCE) stieg im Mai auf 4.1% und liegt mehr als doppelt so hoch wie das Inflationsziel. Zwei positive Meinungen zum Schluss der Börsenwoche: Die Strategen von Barclays erhöhen ihr Jahresendziel für den S&P500 auf 7'800 Punkte (akt. 7'354.02) und argumentieren, dass ein starkes Gewinnwachstum die Belastung von höheren Zinsen kompensieren kann. Christian Chan, CIO bei AssetMark, verweist darauf, dass die Unternehmensgewinne im S&P500 gemäss FactSet im Jahr 2026 um 24% wachsen dürften. Höhere Zinsen seien deshalb kein Regimewechsel für den Gewinnzyklus, der letztlich der entscheidende Treiber der Aktienmärkte bleibt (Quelle: Wall Street Journal, 26.6.26). 

Nächste Woche: 🇺🇸

Verkürzte Börsenwoche (Freitag geschlossen). Am Donnerstag werden die US-Arbeitsmarktdaten publiziert, erwartet werden 113'000 neue Stellen.

Ein schönes Wochenende wünscht, 

Patrick Loser


Wichtiger Hinweis: 

Die Inhalte in den Mailings «From the desk of ...» sowie «Wall Street Close» stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Es handelt sich um allgemeine Marktkommentare und persönliche Einschätzungen ohne Berücksichtigung individueller Anlageziele, finanzieller Verhältnisse oder Risikoprofile. Anlageentscheide erfolgen ausschliesslich auf eigene Verantwortung. Die Informationen ersetzen keine individuelle Beratung durch zugelassene Finanzdienstleister. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird keine Gewähr übernommen. Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Es werden keine Renditeversprechen abgegeben. Der Anbieter erbringt keine Finanzdienstleistungen im Sinne des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG), insbesondere keine Anlageberatung oder Vermögensverwaltung. Das Angebot richtet sich nicht