Wall Street Close - Di, 22.9.26

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Wall Street Close - Di, 22.9.26
(Quelle: eigenes Foto, Grand Central Madison, Tiefbahnhof unter dem GCT, ca. 55 Meter unter der Park Avenue, Endbahnhof der Long Island Rail Road)

KI-Euphorie mit Nebenwirkungen - Finanzaktien unter Druck. Die US-Aktienmärkte schlossen gestern uneinheitlich. Während der Nasdaq zum zweiten Mal in Folge ein Rekordhoch erreichte, belasteten deutliche Kursverluste bei Finanzwerten den Dow und den S&P500. Auslöser waren Befürchtungen, dass Metas neuer KI-Assistent Muse das traditionelle Geschäftsmodell von Vermögensverwaltern, Banken und Versicherungen verändern könnte. Der Finanzsektor verlor 2%. 

Devin Ryan, Leiter des Finanzdienstleistungs- und Fintech-Research bei Citizens, sieht insbesondere das Risiko, dass KI-Agenten künftig Kundengelder effizienter verwalten und damit die profitablen Bargeldbestände bei Brokern reduzieren könnten. Alois Pirker, Gründer der Beratungsfirma Pirker Partners, sieht hingegen auch Chancen für etablierte Anbieter, da diese bereits über umfangreiche Kundendaten verfügen (Quelle: Wall Street Journal, 22.9.26). 

Aufgefallen: Der Ölpreis für Brent fiel um weitere 1.1% auf USD 99.25 (akt. USD 98.78). 

Heute Morgen: Nikkei +1.4%, KOSPI +0.0% (Quelle: Yahoo Finance, 05.15h)

 

  • Die Indizes: Dow -0.4%, S&P500 -0.0%, Nasdaq +0.5%
  • Sektoren - best/worst: Materialien +1.9%, Finanzen -2.0%   
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.97%, +0.01%
  • VIX-Volatilität 14.2
  • Advance-/Decline-Line (NYSE): 1’335 steigende vs. 1’405 fallende Kurse 
  • DXY 100.66 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99.1, USDCHF 0.8214
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): +0.1%

 

Inflation bleibt hartnäckig - zwei Stimmen von Fed-Präsidenten. Thomas Barkin, Präsident der Richmond Fed, begründet den letztwöchigen Zinsentscheid: Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen bleiben robust. Unternehmen hätten zudem signalisiert, dass sie steigende Kosten zunehmend an ihre Kunden weitergeben. Austan Goolsbee, Präsident der Fed von Chicago, warnt davor, die aktuellen Angebotsschocks vorschnell als vorübergehend einzustufen. Die anhaltend hohe Dienstleistungsinflation bereitet ihm Sorgen (Quelle: Barron’s, 22.9.26).

Wirtschaftszahlen gestern: Der Richmond Fed Manufacturing Index fiel im September auf -2 Punkte und signalisiert damit eine rückläufige Industrieaktivität (Quelle: Bahnsen Group, 22.9.26). 

📅 Heute:

S&P Global Einkaufsmanagerindizes für verarbeitendes Gewerbe, erwartet 53.6 und den Dienstleistungssektor, erw. 56.0 Punkte.

 

Mit den besten Grüssen und einen guten Tag wünscht, 

Patrick Loser 

P.S. Für «From the desk of …» und dem täglichen «Wall Street Close» verfolge und analysiere ich täglich eine breite Auswahl internationaler Finanzmedien, Marktanalysen und die Einschätzungen führender Strategen und Ökonomen. Mein Ziel ist es, sicherzustellen, dass Ihnen nichts Wesentliches entgeht, unterschiedliche Ansichten einzuordnen und daraus jene Informationen herauszufiltern, die für Ihre Anlageentscheidungen wirklich relevant sind. Wenn Ihnen diese Arbeit einen Mehrwert bietet, freue ich mich über Ihre Unterstützung mit einem Abonnement auf www.fromthedeskof.ch. Für «Friends of the Family», Familien und Bürogemeinschaften stehen spezielle Tarife zur Verfügung. Ab 5. Oktober publiziere ich nur noch über meine Homepage. 


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