Wall Street Close - Di, 11.8.26

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Wall Street Close - Di, 11.8.26
(Quelle: Eigenes Foto)

Abwarten vor den Inflationszahlen - die US-Aktienmärkte gaben den zweiten Handelstag in Folge leicht nach. Geringe Handelsvolumen, die Unsicherheit über den weiteren Zinspfad der Fed, der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die Diskussion über die Nachhaltigkeit des KI-Booms sorgten für Zurückhaltung. Der S&P500 korrigierte um 0.3%, nachdem er erst vergangene Woche ein Rekordhoch erreicht hatte. Matt Stucky, Chief Portfolio Manager Equities bei Northwestern Mutual Wealth Management, beschreibt die Stimmung treffend: Anleger würden derzeit «mit einem Auge offen schlafen» (Quelle: Wall Street Journal, 11.8.26).

Öl bleibt ein wichtiger Risikofaktor. Brent stieg um rund 1.4% auf knapp USD 89, nachdem der Preis zeitweise USD 90 erreichte (akt. USD 89.73). Der Verkehr durch die Strasse von Hormus bleibt schwach: Gemäss dem Analyseunternehmen Kpler sank die Zahl bestätigter Durchfahrten von 15 am Freitag auf elf am Samstag und nur noch sechs am Sonntag. Joe Mazzola, Trading and Derivatives Strategist bei Charles Schwab, spricht gleichzeitig von typischen «Dog Days» mit dünnen Umsätzen, kleinen Indexbewegungen und weniger Unternehmenszahlen (Quelle: Barron’s, 11.8.26).

 

Heute: Nikkei +0.1%, KOSPI +4.7% (Quelle: Yahoo Finance, 12.8.26, 05.35h)

 

  • Die Indizes: Dow -0.3%, S&P500 -0.3%, Nasdaq -0.6%
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.68%, -0.02%
  • VIX-Volatilität 15.3
  • Advance-/Decline-Line (NYSE): 1'422 steigende vs. 1'305 fallende Kurse 
  • DXY 99.85- technische Support-/Widerstandslinie bei 99, USDCHF 0.8115
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): +0.2%

 

Bessere Konjunkturdaten: Der NFIB Small Business Optimism Index erreichte 99.8 gegenüber erwarteten 97 Punkten; die Verkäufe bestehender Häuser lagen mit annualisiert 4.1 Mio. ebenfalls leicht über den Erwartungen (Quelle: Bahnsen Group, 11.8.26).

Bemerkenswert ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt: Seit Januar sank die Erwerbsquote um 0.7 Prozentpunkte – abgesehen vom Covid-Jahr 2020 der stärkste Rückgang von Januar bis Juli seit Beginn der Datenreihe. Im Juli lag sie bei 61.4%, fast einen Prozentpunkt tiefer als vor einem Jahr. Pensionierungen älterer Arbeitnehmer und eine restriktivere Einwanderungspolitik gelten als wesentliche Ursachen (Quelle: Barron’s, 11.8.26).

📅 Heute:

CPI-Inflation für Juli, erw. +3.4%, Kernrate +2.5% (Juni 2.6%), Unternehmen: Amcor, Cisco Systems, Coherent, Nebius

Einen schönen Tag wünscht,

Patrick Loser


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