Wall Street Close - 14.7.26

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Wall Street Close - 14.7.26
(Quelle: Eigenes Foto)

Bankenboom schlägt IBM-Debakel - die US-Aktienmärkte schlossen trotz eines historischen Kurseinbruchs von IBM im Plus. Für Rückenwind sorgten zudem überraschend tiefe Inflationszahlen. Der Dow Jones Index schloss wegen des IBM-Kurseinbruchs von 25.2% aber nur minim über der Nulllinie.

Die US-Konsumentenpreise lagen im Juni um 3.5% über dem Vorjahresniveau und damit deutlich unter den erwarteten 3.8%. Im Mai hatte die Inflationsrate noch 4.2% betragen. Die Energiepreise sanken gegenüber dem Vormonat um 5.7%. Das ist der stärkste Monatsrückgang seit April 2020. Die Kerninflation lag mit 2.6% im Jahresvergleich erstmals nach drei Anstiegen wieder tiefer (Quelle: Barron’s,14.7.26). Ross Mayfield, Stratege bei Baird, erklärte, die Zahlen verschaffen der Fed etwas Luft zum Atmen. Die vom Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung beim nächsten Fed-Treffen (29. Juli) fiel gemäss CME von 42% auf 17%. Kevin Warsh warnte jedoch, ein einzelner besserer Monat bedeute noch keinen Sieg über die Inflation.

S&P500 Sektoren: IT +1.3%, Gesundheit -1.8% (Quelle: Yahoo Finance, 14.7.26).

Heute Morgen: Nikkei +0.9%, KOSPI +7.1% (Quelle: Yahoo Finance, 15.7.26, 05.35h)

  • Die Indizes: Dow +0.0%, S&P500 +0.4%, Nasdaq +0.9%
  • Rendite 10-j. US-Staatsanleihe: 4.59%, -0.02%
  • VIX-Volatilität 16.5
  • Advance-/Decline-Line (NYSE): 1’632 steigende vs. 1’112 fallende Kurse 
  • DXY 100.8 - technische Support-/Widerstandslinie bei 99, USDCHF 0.8085
  • Invesco ETF S&P gleichgewichteter Index (Ticker: RSP): -0.4%

Die fünf Grossbanken JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Citi und Well Fargo steigerten ihre gemeinsamen Quartalsgewinne um 39% gegenüber dem Vorjahr. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, bezeichnete die aktuellen Bedingungen im Bankgeschäft als nahezu perfekt. Goldman Sachs stieg um 9% auf ein neues Rekordhoch (Quelle: Barron’s, 14.7.26).

IBM brach nach einer Gewinnwarnung um 25.2% ein. Es war der grösste Tagesverlust der Aktie seit Beginn der verfügbaren Daten im Jahr 1972. CEO Arvind Krishna erklärte, Kunden hätten Ausgaben kurzfristig von IBM-Produkten zu KI-Hardware und Speicherchips verschoben (Quelle: Wall Street Journal, 14.7.26).

Der Kurseinbruch belastete auch Softwareaktien wie Accenture und ServiceNow. Ross Mayfield, Stratege bei Baird, sagte, der Kurseinbruch dürfte Investoren gegenüber vermeintlich günstigen Softwarefirmen vorsichtiger werden lassen (Quelle: Wall Street Journal, 14.7.26).

Heute: 📅

Produzentenpreise (erw. +6.2% im Jahresvergleich, Kernrate +5.2%)  

Unternehmen: ASML, Bank of NY Mellon, BlackRock, Morgan Stanley, J&J

Beste Grüsse und einen guten Tag wünscht,

Patrick Loser


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