Berkshire Hathaway – Die wichtigsten Erkenntnisse aus Warren Buffetts jährlichem Brief an die Aktionäre

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Berkshire Hathaway – Die wichtigsten Erkenntnisse aus Warren Buffetts jährlichem Brief an die Aktionäre
Photo by Metin Ozer / Unsplash

Jedes Jahr warten Investoren gespannt auf das jährliche Aktionärsschreiben von Warren Buffett. Der legendäre Investor teilt darin nicht nur finanzielle Kennzahlen, sondern auch wertvolle Einsichten zu Investitionen und zum Leben. Der Brief wurde am Samstag veröffentlicht – hier sind die zentralen Learnings:

Die grössten Learnings aus Buffetts Shareholder Letter

  • Fehler passieren – aber sie müssen schnell korrigiert werden
    Buffett erwähnt, dass er in den Jahren 2019-2023 insgesamt 16-mal das Wort „Fehler“ in seinen Briefen verwendet hat. Charlie Munger prägte den Begriff „Daumenlutschen“ für das Zögern bei notwendigen Korrekturen. Die Regel: Fehler früh erkennen und konsequent handeln.
  • Akademische Abschlüsse sind für Führungskräfte nicht entscheidend
    Buffett betont, dass er bei der Auswahl von Managern nie auf deren Hochschulabschlüsse geachtet hat. Er verweist auf Bill Gates als Beispiel: Gates entschied sich, die Universität zu verlassen, um in einer disruptiven Branche Fuss zu fassen. Buffett empfiehlt sein Buch „Source Code“.
  • Die Übernahme von Berkshire war ursprünglich ein Fehler
    Vor 60 Jahren übernahm Buffett Berkshire Hathaway – eine Entscheidung, die sich 20 Jahre lang als Fehlgriff erwies. Doch aus der einst schwächelnden Textilfirma wurde ein globales Investmentimperium. 2024 zahlte Berkshire mit 26,8 Mrd. USD den höchsten Einkommenssteuerbetrag aller US-Unternehmen.
  • Hohe Liquidität, aber Fokus auf Aktien
    Obwohl Berkshire derzeit viel Liquidität hält, bleibt der Grossteil des Kapitals in börsennotierten und nicht börsennotierten Aktien investiert. Buffett sieht Papiergeld als Risiko, wenn Staaten unüberlegte Maßnahmen ergreifen.
  • Berkshire bleibt ein langfristiger Investor
    Buffett betont, dass Obligationen keinen Schutz vor Währungsrisiken bieten. Das Unternehmen investiert primär in US-Aktien mit internationaler Präsenz.
  • Berkshire bleibt den USA verbunden
    „Wir haben den USA viel zu verdanken, nicht umgekehrt“, so Buffett. Er wünscht sich eine nachhaltige Fiskalpolitik und betont, dass Berkshire weiterhin hohe Steuerzahlungen leisten will – mit der Hoffnung, dass der Staat dieses Geld sinnvoll nutzt.
  • Langfristige Investitionen in Japan
    Seit Juli 2019 investiert Berkshire in fünf japanische Unternehmen (Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui, Sumitomo). Der ursprüngliche Einsatz von 14 Mrd. USD ist mittlerweile auf 24 Mrd. USD angewachsen. Das Investment wurde durch einen festverzinslichen JPY-Kredit abgesichert, um Währungsrisiken zu vermeiden.

Aktionärsversammlung 2025

Das nächste Berkshire Hathaway Aktionärstreffen findet am Samstag, 3. Mai 2025 statt. Omaha freut sich auf die Besucher.

Performance der Berkshire Hathaway Aktie

  • 2024: BRK +25,5 % vs. S&P 500 +25,0 %
  • Durchschnittliche jährliche Performance seit 1965: BRK 19,9 % vs. S&P 500 10,4 %
  • Gesamtwertsteigerung seit 1965: BRK +5.502.284 % vs. S&P 500 +39.054 %

Wochenendpresse über Berkshire

Die hohe Liquidität von Berkshire sorgt für Diskussionen. Ein Artikel des Wall Street Journal fragt: „Why is Warren Buffett hoarding so much cash?“

Analysten sehen zwei Hauptgründe:

  1. Buffett möchte seinem Nachfolger, Greg Abel und Ajit Jain, genügend Flexibilität für eigene Investitionsentscheidungen lassen.
  2. Der US-Aktienmarkt ist aktuell hoch bewertet, und Buffett findet derzeit wenige attraktive Opportunitäten.

Wichtige Zitate von Buffett (Aktionärsversammlung 2024)

  • „We’d love to spend it, but we won’t spend it unless we think we’re doing something that has very little risk and can make us a lot of money.“
  • „We only swing at pitches we like.“